|
Für die Suchmaschinen ist es egal, ob die Website durch ein
CMS kreiert wurde oder durch einen klassischen HTML-Editor. Grundsätzlich
sind damit alle Schritte zur Erstellung der Website mit einem CMS
gleich wie bei der Publikation einer traditionellen Website. Allerdings
benötigen Sie bei der Erstellung von CMS-Templates bestimmte
Marker anstelle des eigentlichen Contents.
Als Minimal-Content halten Websites normalerweile folgenden Punkte
für die Nutzer bereit:
- Artikel: Hier werden "Fakten" und Informationen von
höherer Tiefe als die der Nachrichten bereitgestellt
- Nachrichten: Diese sollten regelmäßig aktualisiert
werden, um immer wieder neue Besucher anzuziehen
- Links: Die Nutzer finden hier Verknüpfungen zu themenverwandten
Websites
- Downloads: Dieser Abschnitt sollte zusätzliche Angebote
bereitstellen, z.B. Bilder, Videos oder Software
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von SEO CMS-Produkten auf dem
Markt, sowohl "open-source" sowie als kommerzielle Software.
Da jedes System seine Vor- und Nachteile hat, die wiederum von den
Bedürfnissen des Nutzers abhängen, kann man keine konkrete
Empfehlung für ein bestimmtes SEO CMS aus Sicht der Suchmaschinensicht
aussprechen.
Die Kriterien, die ein SEO CMS erfüllen muss, um für
die Suchmaschien optimiert zu sein liegen insbesondere in der Erzeugung
von suchmaschinenfreundlichen URLs. Ein gutes Beispiel wäre folg. URL, die die Hauptschlüsselwörter bereits in der Adresse enthalten hat:
http://www.lastminute.de/Berlin-Wien So existiert hier zwar keine klassische Dateiendung "html", jedoch ist das auch gar nicht erforderlich, denn der Dateityp wird im HTT-Protokoll vereinbart. Aus meiner Sicht viel wichtiger ist, dass die URL kurz bleibt und so den Nutzern einzuprägen ist. Verlinkungen werden dann sehr viel wahrscheinlicher, was natuerlich der Stellung im Netz hilft. In diesen Beispiel sind die Keywords "Berlin" und "Wien" enthalten. Das dritte Suchwort "Flug" fehlt zwar, doch sollte es den Suchmaschinen relativ klar sein, dass die Relevanz sehr hoch ist, da auch in dem Artikel die Orte öfters vorkommen (der Artikel ist, wie ich finde wirklich gut gelungen - im Unterschied zu den meisten Reiseseiten)
Anfänglich hatten die Suchmaschinen erhebliche Probleme dynamisch
erzeugte Seiten in ihren Index aufzunehmen. Obwohl die Suchmaschinen
diesbezüglich mittlerweile sehr viel leistungsfähiger
geworden sind, derartige Seiten zu indexieren (insbesondere Google),
sollte man diese, wenn möglich noch immer vermeiden.
Die sogenannten URL-Strings, die bestimmte Parameter durch das CMS
schleifen, sind eines der größten Problembereiche für
die Suchmaschinen. Diese Parameter übernehmen die Aufgabe dem
CMS mitzuteilen, welche Information aus der Datenbank übermittelt
werden soll.
Bei Verwendung von Parametern in URLs ist es ratsam, deren Anzahl
so weit wie möglich zu beschräken. Bis zu zwei Parameter
sollten laut Google kein Problem darstellen. Allerdings sollten
Session-IDs nicht verwendet werden. Auch ist davon auszugehen, dass
Google sehr viel mäkliger ist beim Spidern von dynamischen
Seiten, d.h. nur wirklich "wichtige" Seiten (hoher pagerank)
werden berücksichtigt.
Desweiteren sind statisch erzeugte Seiten auch deshalb vorzuziehen,
weil diese von realen Nutzen viel lieber verlinkt werden, weil sie
einzuprägen und zu kopieren sind. Selbst wenn Ihre dynamischen
Seiten verlinkt werden, ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, dass
diese dann so verlinken wie Sie sich das vorstellen. Nämlich:
Als Linktext den Titel Ihrer Seite.
Sollten Sie sich dennoch für dynamische URLs entscheiden,
berücksichtigen Sie folgendes: Die Suchmaschien sind nicht
sehr erfreut über Variabeln, die auf Session IDs schließen
lassen. Deshalb: "ID", "SessionID"; "sid",
"pid" oder sonstige Variablennamen mit dem Kürzel
"ID" sind rote Tücher und sollten unbedingt vermieden
werden - insbesondere für Google's Mitbewerber. Das Problem
ist dabei, dass für die Suchmaschinen der gleiche Inhalt in
Form von einer unendlichen Anzahl von URLs ausgegeben werden kann.
So sieht die Suchmaschine beim ersten Besuch http://www.beispielweb.de/page.asp?sessionid=687654,
aber das nächste Mal http://www.beispielweb.de/page.asp?sessionid=954321
Und dies stellt natürlich ein großes Problem dar, denn
Suchmaschinen wollen kein doppelten Inhalt, d.h. Dubbletten in ihre
Datenbank aufnehmen, denn das wäre reine Verschwendung kostbarer
Resourcen.
Desweiteren gab es in der Vergangenheit Pluspunkte für "sprechende"
URLs beim Ranking, die selbstverständlich die gewünschten
Keywords enthielten. Dieser Aspekt geht womöglich noch immer
in das Ranking mit ein, aber ist seine Gewichtung aufgrund der Manipulationsmöglichkeiten
ganz sicher mittlerweile als äußerst gering einzuschätzen.
Daher ist die Verwendung von sprechenden URLs eine weiere Möglichkeit,
die Nutzung der Website noch nutzerfreundlicher zu gestalten. Im
Open-Source Sytem Typo3 stellen Sie übrigens sprechende URLs
mit dem Befehl "RealURL" sicher.
Sollten Sie Zweifel haben, ob das SEO CMS, welches Sie beabsichtigen
zu erwerben auch in diesem Sinne suchmaschinenfreundlich ist, so
werfen Sie doch mal einen genaueren Blick auf die Herstellerseite.
Denn: Auch dieser sollte diese Vorteile zu nutzen wissen und sollte
daher selbst suchmaschinenfreundliche URLs auf seiner eignenen Seite
verwenden, um glaubwürdig sein Produkt verkaufen zu können..
Weitere Aspekte bei der Auswahl eines suchmaschinenfreundlichen
CMS sind: (Punkte werden später noch weiter ausgeführt)
Erstellung von standardkonformen HTML
Die Suchmaschinen sammeln Informationen durch das Scannen von Texten,
die meist im HTML-Format vorliegen. Aus diesem Grunde ist es selbstverständlich
sehr wichtig, dass das SEO CMS einen gültigen HTML-Code generiert,
welche die offiziellen Standards des W3C (World Wide Web Consortium)
erfüllt. Die Mehrzahl der CMS-Hersteller wird Ihnen versichern,
dass der durch ihre Software erzeugte Seiten standardkonform sind.
Doch um sicherzugehen sollten Sie eine Probe verlangen, die Sie
dann durch den HTML-Validator vom W3C durchlaufen lassen. Auf diesen
Wege werden Sie feststellen, wie viele Fehler der Code enthält.
Denn oft fügen die Systeme eigenen Code hinzu oder arbeiten
gar mit JavaScript, welches nicht indexiert wird. Auch sollten Sie
auf den Seiten immer mehr Content als Code haben, wie eine alte
Programmierregel besagt.
Hohe Flexibiltät bei der Erstellung von Metadaten
Oftmals werden die Metadaten im HTML-Code als ein zu primitives
Kategorisierungsinstrument abgetan, obwohl ihnen auch heute noch
eine wichtige Stellung zukommt. Um hohe Ranking-Positionen einnehmen
zu können, ist es entscheidend, dass das SEO CMS die individuelle
Gestaltung von Seitentiteln, Meta-Beschreibungen sowie ALT-Tags
für jede individuelle Seite zulässt.
Die meisten SEO CMS Produkte haben diesbezüglich eine ausreichende
Funktionalitäten. Am wichtigsten ist und bleibt weiterhin in
diesem Zusammenhang der Seitentitel, da dieser für den Nutzer
gut sichtbar ist und daher relativ frei von Manipulationsmöglichkeiten
ist. Daher kommt dem Titel in der Relevanzbewertung der Suchmaschinen
eine hohe Bedeutung zu. Daher sollten die Seitentitel mit sehr viel
Bedacht gewählt werden, auch deshalb, weil er vielen Internetnutzern
bei der Vergabe von Bookmarks als Bezeichnung dient. Darüber
hinaus ist er das einzige Elemente in den Suchergebnisseiten der
Suchmaschinen, auf das man als Webmaster direkten Einfluss hat.
Obwohl Google das HTML-Feld "Keywords" keine Beachtung
mehr schenkt, mag die Zuordnung der relevanten Suchbegriffe aus
internen, administrativen Gründen weiterhin Sinn machen.
Idealerweise sollte ein SEO CMS die Felder "Keywords"
und "Description" bereits selbstständig für
den User vorausfüllen, d.h. ihm geeignete Vorschläge liefern.
Viele SEO CMS können um entsprechende Extensions erweitert
werden, wie beispielsweise das Open Source System "Typo 3"
mit der Extension "mc_autokeywords". Diese Anwendung analysiert
den Seiteninhalt, extrahiert die Schlüsselwörter und schreibt
sie in die entsprechenden Felder, wo sie dann manuell korrigiert
bzw. angepasst werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit,
die Auto-Generierung für bestimmte Seiten zu stoppen und eine
Liste von einsilbigen Wörtern zu erzeugen. Der große
Vorteil der Extension ist sicherlich die Zeitersparnis, besonders
bei administrativ großen Sites, weil man auf diesen Weg immer
die Schlüssigkeit im Blick behält: Stimmen die Keywords
des Titels, der Überschriften, der Beschreibungen sowie zu
guter letzt mit dem eigentlichen Seiteninhalt überein?
Automatisierungsmöglichkeiten bei der Erzeugung von Sitemaps
und Links
Ein weiterer entscheidener Punkt in der Suchmaschinenoptimierung
ist die Verküpfung der Inhalte untereinander auf einer Site.Wie
Eingangs dargestellt, werden CM-Systeme ja genau aus dem Grund benutzt,
dass man mit ihnen auf einfache Weise neuen Content einer Website
hinzufügen kann. Diese Vereinfachung wird jedoch nicht selten
damit erkauft, dass die Verlinkungen verkompliziert werden. Sicher
werden die neuen Inhalte sofort verlinkt, doch eine Optimierung
der Linkstruktur ist meist keine Standardfunktion der meisten SEO
CMS.
- Einschluß von weiteren Technologien wie z.B. RSS-Feeds
|